Bären in Stiefeln
Bruno Bär hatte große Pfoten. Große, breite, flauschige Pfoten. Sie gingen slap-slap-slap auf dem Waldpfad.
Bella Bär hatte mittlere Pfoten. Sie gingen plip-plip-plip, leichter als Brunos.
Benny Bär hatte kleine Pfoten. Seine gingen tip-tip-tip, flink und schnell.
Eines Morgens fanden die drei Bären eine alte Holzkiste unter einer Tanne. Die Kiste knarrte beim Öffnen. Drinnen waren drei Paar Stiefel.
"Stiefel!", sagte Bruno und wedelte mit den Ohren.
"Probieren wir sie an!", sagte Bella.
Aber die Stiefel passten nicht richtig.
Brunos Stiefel waren zu klein. Seine Pfoten quetschten hinein wie Kissen in Beuteln. Seine Zehen kitzelten.
Bellas Stiefel waren zu groß. Sie flappten locker. Wenn sie ging, rutschten sie. Flap-flap-flap.
Bennys Stiefel waren zu hoch. Sie gingen bis zu seinen Knien. Er konnte kaum laufen, ohne zu wackeln.
"Tauschen?", fragte Benny.
"Kein Tausch!", lachte Bella. "Das ist lustig!"
Also gingen sie auf einer Wanderung, alle in ihren lustigen Stiefeln. Bruno schritt vorsichtig, seine Pfoten quetschten. Bella flappte und schlitterte, ihre Stiefel schlapperten. Benny wackelte und wackelte, seine Stiefel zu hoch und steif.
Sie gingen zum Bach. Das Ufer war schlammig und weich. Bella trat hinein. Schlamm spritzte! Flap-flap-squish! Ihre großen Stiefel sanken tief ein. Sie zog, aber der Stiefel war fest. Sie zog wieder. Der Stiefel kam heraus mit einem großen schmatzenden Pop!
Bruno lachte so sehr, dass sein Bauch wackelte. Benny kicherte, verlor das Gleichgewicht und fiel auf sein kuscheliges Hinterteil. Bump!
Sie rollten alle, lachten, große Bärengelächter, das den Wald mit Freude füllte.
Dann wurde Brunos Fuß in seiner zu-kleinen Stiefelfalle festgesteckt. Er hüpfte auf einem Fuß. "Hilfe!" lachte er. Benny versuchte zu helfen, wackelte aber, und Bella rutschte im Schlamm aus und fiel mit einem weichen plop!
Schließlich zogen sie alle zusammen. Eins-zwei-drei-zieh! Brunos Fuß kam heraus. Bella stand auf, bedeckt mit Schlamm. Benny stolperte, aber Bruno fing ihn auf.
Alle drei atmeten tief. Dann platzte Bella in Gelächter. "Das war das Lustigste je!"
Bruno nickte, immer noch nach Luft schnappend. "Ich denke, Stiefel müssen nicht passen," sagte er. "Sie müssen einfach Spaß machen!"
Benny grinste. "Schlammstiefel!"
Sie beschlossen, eine Schlammparade zu machen. Sie marschierten am Bach entlang—Brunos Pfoten gingen quetsch-quetsch, Bellas Stiefel flappten flap-flap-flap, Bennys Knie bogen und wackelten, und alle sangen ein dummes Lied:
"Stiefel zu groß, Stiefel zu klein,
Stiefel zu hoch—aber was soll's schon sein!
Schlamm und Spaß machen den Tag,
Alle zusammen—was wir mögen!"
Krähen hörten das Lied und lachten caw-caw-caw. Eichhörnchen kicherten in den Bäumen. Sogar der alte Fluss plätscherte fröhlicher.
Als die Sonne tief war, kehrten sie zur alten Kiste zurück. Diesmal zogen sie die Stiefel aus und setzten sich auf die Kiste, atmeten glücklich.
"Das war ein guter Tag," sagte Bruno.
"Beste Tag," sagte Bella.
"Lustigster Tag," sagte Benny.
Sie schliefen neben der Kiste ein, Pfote in Pfote, die dummen Stiefel sauber aufgereiht. Und wenn du in den Wald gehst, könntest du die alte Kiste finden. Du könntest die Stiefel anprobieren. Und wenn sie nicht passen—das ist in Ordnung! Lache einfach, wie die Bären es taten.

























